Die erste große Entscheidung: Bauen oder kaufen?

Ihr Weg ins Eigenheim

Steigende Mieten, niedrige Zinsen, endlich Herr über die eigenen vier Wände sein – die Gründe fürs Eigenheim sind vielfältig. Doch sobald die Entscheidung gegen Vermieter und für Wohneigentum gefallen ist, steht sogleich die nächste an: Wagen Sie den Neubau Ihres Traumhauses oder schätzen Sie den Charme einer Bestandsimmobilie? Die Antwort darauf ist zum größten Teil persönlicher Natur. Generell lässt sich sagen, dass neu bauen höhere Kosten in Anspruch nimmt, Ihnen als Bauherren aber auch mehr gestalterischen Spielraum lässt.

Alles neu – das Abenteuer Hausbau

Entschließen Sie sich dazu, ein Heim nach Ihren eigenen Vorstellungen neu zu bauen, erhalten Sie damit die volle Kontrolle über die Realisierung Ihrer Wohnideen. Sie können innerhalb Ihres finanziellen Rahmens vom Keller bis zum Giebel so gut wie alles selbst bestimmen.

Wieviel Darlehen brauchen Sie?

25.000 €

Nebenkosten

225.000 €

Darlehen

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Benötigtes Darlehen
225.000 €

Die Wahl des richtigen Grundstücks

Doch bevor gebaut werden kann, brauchen Sie ein passendes Grundstück. Hier ist es wichtig, abzuschätzen, wie viel Platz Sie brauchen. Das passende Grundstück finden Sie, wenn Sie folgende Punkte beachten:

  • Welche Fläche soll Ihr zukünftiges Zuhause einnehmen? Wie soll der Grundriss sein?
  • Wie sind Ihre Vorstellung zu den Außenanlagen? Möchten Sie einen großen Garten oder eine ausladende Terrasse?
  • Wie hoch darf man an Ihrem künftigen Wohnort bauen? (Abhängig von der Gemeinde, meist ca. 12 m vom Boden bis zum Dachfirst)
  • Wieviel Abstand braucht man mindestens zum Nachbargebäude (in der Regel 2,5–3 m, abhängig vom Bundesland und der Gebäudehöhe)

Als Faustregel gilt: für gewöhnlich braucht ein Einfamilienhaus mit 120 m² Wohnfläche und einem kleinen Garten etwa 500 m² Grundstück.

Zentraler gelegene Grundstücke sind bekannterweise kostspieliger, der Vergleich verschiedener Gegenden lohnt sich also. Entscheiden Sie, ob Sie lieber ländlich oder städtisch leben, wie viel Infrastruktur Sie benötigen und welchen Eindruck die jeweilige Nachbarschaft auf Sie macht. Zu bedenken sind außerdem Objekte auf dem Grundstück, die vor dem Bau entfernt werden müssen. Dazu zählen vor allem alte Gebäude wie Schuppen oder Bäume, die mitunter eine Abrissgenehmigung erfordern. Es ist auch häufig eine gute Idee, ein Gutachten über den Zustand des Baugrunds erstellen zu lassen. Denn so genannte “Altlasten”, also Verunreinigungen im Boden – etwa vergrabener Bauschutt oder sogar eine Schadstoffbelastung (z.B. Asbest, Mineralöl) –, müssen vor der Hauskonstruktion unbedingt entfernt werden und treiben die Kosten Ihres Bauvorhabens stark in die Höhe. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf über die Geschichte des Grundstücks, etwa bei Nachbarn oder im Altlastenkataster, dem Schadstoffregister des zuständigen Umweltamts.

Wie individuell sind Ihre Bauwünsche?

Ist das passende Grundstück gefunden, geht es an den Bau Ihres Eigenheims. Spätestens jetzt ist es wichtig, Ihre Vorstellungen zur Gestaltung des Hauses zu kennen. Sind Sie Individualist und haben eine exaktes Idealbild Ihres Zuhauses oder sind Ihre Wohnpläne anpassungsfähig?

Sind Sie eher flexibel, ist ein Fertighaus eine gute Option, günstig und automatisch energieeffizient zu bauen. Hierbei können Sie Ihr Zuhause nach dem Baukastenprinzip modular auswählen. Zu den preisgünstigsten Optionen zählen so genannte Bausatzhäuser, die vom Käufer selbst zusammengesetzt werden müssen. Solche Systeme sind häufig schon ab 50.000 € zu haben, bei schlüsselfertigen Fertighäusern beginnen die Preise bei etwa 150.000 €. Als Mix aus beiden Optionen haben sich Ausbauhäuser etabliert, bei denen nur der Innenausbau mitsamt Elektro- und Sanitäranlagen vom Käufer übernommen wird. In diesem Fall beginnen die Preise ebenfalls bei etwa 50.000 €. Je nach Anbieter sind die Designoptionen allerdings begrenzt, individuelle Wünsche können bei diesen Systemen selten erfüllt werden.

Ein von einem Architekten geplantes Massivhaus setzt dagegen kaum gestalterische Grenzen und ist für Individualisten die bessere Wahl. Interessieren Sie sich für ein Massivhaus, müssen Sie mit deutlich höheren Kosten rechnen, die nach oben kaum eine Grenze haben.

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TIPP: Sind Sie handwerklich geschickt, können Sie manche Aufgaben beim Hausbau auch selbst übernehmen. Zwischen 10 und 15 % der gesamten Baukosten werden so in Form einer “Muskelhypothek” anstelle von Eigenkapital vom Kreditgeber akzeptiert.

Egal wofür Sie sich entscheiden: Suchen Sie sich in jedem Falle eine vertrauenswürdige Baufirma und checken Sie diese vor Vertragsabschluss auf Herz und Nieren; ein unzuverlässiges oder inkompetentes Unternehmen kann Ihrem Bauvorhaben einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen.

Wohnen mit Geschichte: Bestandsimmobilien

Nicht nur für Eigenheimfinanzierer mit kleinerem Budget ist der Erwerb einer existierenden Immobilien eine überlegenswerte Option. Zunächst entfällt bei einem Wohnungs- oder Hauskauf die Suche nach einem passenden Baugrundstück und die damit einhergehenden Kosten. Außerdem können Sie in den allermeisten Fällen sofort ins neue Haus einziehen!

Möchten Sie in zentraler Innenstadt-Nähe bleiben oder streben Sie einen möglichst niedrigen Verwaltungsaufwand an, ist eine Wohnung vielleicht das ideale Modell für Sie. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass Sie sich mit der Hausverwaltung arrangieren müssen und dass Sie nur ein Mitsprache- und kein Bestimmungsrecht bei Themen wie Sanierungen besitzen. Hier gilt immer die mehrheitliche Entscheidung der gesamten Eigentümerschaft und Sie müssen sich ihr fügen.

Sind Sie an einer größeren Wohnfläche, mehr Privatsphäre oder aber einem eigenen Garten interessiert, ist der Kauf eines Hauses die bessere Option für Sie. In Ihrem eigenen Haus haben Sie zudem die volle Kontrolle über die Verwaltung des Gebäudes und müssen sich nicht mit anderen Mietern oder Eigentümern abstimmen.

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Verfasst: 08.2018

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