Verstehen

Anschluss­finanzierung – Wie geht es weiter?

Checken Sie frühzeitig Ihre Möglichkeiten zur Anschlussfinanzierung: Prolongation, Umschuldung oder Forward-Darlehen?

von 3 Min. Lesezeit, 18.08.2018
Titelbild für den Artikel "Anschluss­finanzierung – Wie geht es weiter?"

Frühzeitig vergleichen und sparen

Haben Sie ein Darlehen mit Zinsbindung abgeschlossen, ist Ihr Kreditgeber verpflichtet, Sie spätestens 3 Monate vor Ablauf der Zinsbindungsfrist zu informieren, ob er bereit ist, Ihre Restschuld zu finanzieren. Haben Sie sich während Ihres Darlehens immer vorbildlich verhalten, alle Raten gezahlt und auch sonst keine Konflikte mit Ihrer Bank, macht diese Ihnen ein neues Angebot für die Weiterfinanzierung. In den meisten Fällen ist es aber günstiger, den Anbieter zu wechseln! Gerade in Zeiten fallender Zinsen lohnt es sich, regelmäßig die Konditionen auf dem Kreditmarkt zu beobachten, denn schon kleine Zinsunterschiede können auf die Jahre gerechnet einen großen Unterschied ausmachen.

Prolongation bei der Hausbank

Falls Ihnen das Angebot Ihres Kreditgebers für eine Weiterfinanzierung zusagt, können Sie bei Ihrem Anbieter bleiben und mit einer so genannten Prolongation Ihre Restschuld abbezahlen.

Hierbei werden die Konditionen des Darlehens auf Wunsch neu festgelegt; abgesehen davon ist eine Prolongation eine simple Option, da Sie Ihre Bonität in der Regel nicht erneut beweisen müssen und kaum notarielle Änderungen anstehen, Sie müssen nur den neuen Vertrag unterzeichnen.

Glühbirne-Icon

INFO: Reagieren Sie nicht auf das Angebot Ihrer Bank, dann wird Ihre Anschlussfinanzierung mit Ende der Zinsbindung automatisch in ein variables Darlehen mit vergleichsweise hohen Zinsen umgewandelt!

Bild für den Punkt

Umschuldung bei einer neuen Bank

Ist das Angebot Ihrer Bank nicht Ihren Anforderungen entsprechend oder haben Sie vor Ablauf der Zinsbindungsfrist einen besseren Anbieter gefunden, können Sie mit einer Umschuldung Ihre Restschuld bei einem anderen Kreditgeber finanzieren.

Bei einer Umschuldung müssen sie folgendes beachten:

  • Die Bank führt eine neue Bonitätsprüfung durch und braucht erneut alle nötigen Unterlagen von Ihnen
  • Der Grundbucheintrag muss geändert werden, ggf. wird Ihre Grundschuld auf die neue Bank umgeschrieben
  • Die Kosten für den Notar und weitere Gebühren liegen im oberen dreistelligen Bereich, die Zinsersparnis durch einen Wechsel geht aber meist in die tausende Euro. Der Aufwand lohnt sich also!
Glühbirne-Icon

INFO: Wollen Sie vor Ende der Sollzinsbindung Ihre Bank wechseln, müssen Sie unter Umständen eine Entschädigung zahlen! Diese sichert der Bank sozusagen das Geld für die Zinsen, die ihr verloren gehen, wenn Sie den Anbieter frühzeitig wechseln.

Mit einem Forward-Darlehen günstige Zinsen sichern

Ein Forward-Darlehen kann bis zu 60 Monate vor Ablauf Ihres Darlehens ausgehandelt werden und Ihnen so auch in Zukunft günstige Zinsen bieten. Endet Ihr laufendes Darlehen, geht es nahtlos in das Forward-Darlehen über. Zu beachten ist hierbei, dass Sie für jeden Monat bis zum Wechsel einen geringen Zinsaufschlag zahlen. Je länger der Wechsel in der Zukunft liegt, desto höher liegt auch dieser Zins.

Hier können Sie mehr über Forward-Darlehen lesen.

NIST Kontakt-Hotline

Gespräch erwünscht?

Wir beraten Sie gerne auch persönlich: 030 54 90 62 096

Beratung anfragen