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Baufinanzierungs-News 2019

Das ändert sich 2019 für Immobilienkäufer, Bauherren und Eigentümer!

Johannes Erdmann von
Aktualisiert am 21.08.2019
3 Min. Lesezeit
Titelbild Neuerungen 2019

Neues Jahr, neue Regeln – 2019 bringt einige Veränderungen im Immobilien- und Baufinanzierungsbereich mit sich. Folgende Neuerungen, die für Immobilienkäufer und Eigentümer von Bedeutung sind, kommen in diesem Jahr:

  1. Sonder-AfA für Bauherren
  2. Stromkosten steigen trotz Ökostrom-Umlage
  3. Gaspreise steigen
  4. Modernisierungskosten umlegen
  5. Energieausweise erneuern

1. Sonder-AfA für Bauherren

Stellst Du als Bauherr noch bis Ende 2021 einen Bauantrag für eine zu vermietende Immobilie, kannst Du von einer Sonderregelung der Absetzung für Abnutzung (AfA) Gebrauch machen. Sie gilt für:

  • Neubauten
  • Dachaufstockungen/Dachausbau
  • Umwandlung von Gewerbeflächen in neue Mietwohnungen

und soll für mehr bezahlbaren Wohnraum vor allem in Städten sorgen. Voraussetzungen sind, dass Du nicht mehr als 3.000 € pro Quadratmeter ausgibst und die Wohnung für mindestens 10 Jahre zu einem erschwinglichen Preis vermietest.
Absetzbar sind 5 % der Anschaffungs- und Herstellungskosten pro Jahr über 4 Jahre hinweg, maximal allerdings 2.000 € pro Quadratmeter.

2. Stromkosten steigen trotz Ökostromumlage

Die Ökostromumlage, die zur Förderung erneuerbarer Energien genutzt wird und die alle Strombezieher zahlen müssen, fällt in diesem Jahr von 6,792 auf 6,405 Cent pro Kilowattstunde. Damit zahlt eine kleine Familie mit Kind bei einem jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh anstelle von 238 € Umlage jährlich noch 224 €, das sind 14 € weniger.
Trotzdem steigt der Strompreis in 2019. Zum einen gibt es in diesem Jahr erstmals eine Offshore-Netzumlage von 0,416 Cent pro Kilowattstunde, zum anderen wird der Strompreis in diesem Jahr je nach Anbieter um rund 5 % erhöht.

3. Gaspreise steigen

Auch die Preise für Gas steigen 2019 wieder in vielen Regionen, unter anderem in Bremen (+ 28 %), Niedersachsen (+ 11 %) und Hamburg (+ 7 %). Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh ergibt das eine Preissteigerung von bis zu 232 € im Jahr! Nur eine Handvoll Anbieter hat dagegen angekündigt, die Preise für dieses Jahr zu senken.

4. Modernisierungskosten umlegen

Für Vermieter, die ihre Immobilie modernisiert haben, gilt ab diesem Jahr eine neue Regelung für die Umlegung der Ausgaben auf die Mieter: Pro Jahr darfst Du nur noch 8 % statt 11 % der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete Deiner Mieter anrechnen.

5. Energieausweise erneuern

Käufer und Mieter haben das Recht, den energetischen Zustand und den Energieverbrauch von Immobilien zu erfahren. Da Energieausweise für Gebäude mit einem Baujahr vor 1966 seit 2008 und bei jüngeren Gebäuden seit 2009 verpflichtend sind und jeweils 10 Jahre gelten, müssen viele Energieausweise dieses Jahr bzw. seit Juli letzten Jahres erneuert werden. Deshalb sollten sich Vermieter zeitnah um die Ausstellung eines neuen Ausweises kümmern.

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Vorsicht: Die Verbraucherschutzzentrale warnt vor Energieausweis-Betrügern, die per Telefon behaupten, Ausweise auszustellen oder sich Zutritt zu Häusern verschaffen wollen.

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