Verstehen

Wie Sie die Lage einer Anlageimmobilie einschätzen können

Woran erkennen Sie, wie gut die Lage einer Immobilie ist? Die Immobilienexperten von zinsbaustein.de geben Antworten!

von 4 Min. Lesezeit, 13.02.2019
Titelbild für den Artikel "Wie Sie die Lage bei Anlageimmobilien einschätzen können": Vogelperspektive einer Stadt

Dass die wichtigsten Faktoren bei der Immobilienbewertung „Lage, Lage und Lage“ sind, hat jeder Anleger schon einmal gehört. Aber woran erkennen Sie, wie gut eine bestimmte Lage ist? Lesen Sie hier, an welchen Fragen Sie sich orientieren können.

Eine Definition der Zielgruppen hilft

Beim Analysieren der Lage einer Wohnimmobilie können Sie ein Stück weit von sich selbst ausgehen. Mit der Frage „Würde ich dort wohnen wollen?“ und etwas gesundem Menschenverstand erkennen Sie häufig schon, ob eine Lage tendenziell attraktiv oder mau ist.

Trotzdem gilt selbstverständlich, dass nicht alle Wohnungen für jeden interessant sind. Familien haben andere Bedürfnisse als Studenten oder Senioren. Beispielsweise kann eine Einzimmerwohnung genau das Richtige für einen Berufseinsteiger, aber zu klein für eine junge Familie sein.

Wenn Sie bestimmte Zielgruppe für die Wohnung definieren, können Sie sich deren Bedürfnisse vor Augen halten und die Lage gezielter analysieren.

Icon

Tipp: Auf Thomas-Daily.com finden Sie Reports für verschiedene Standorte und Immobilien-Kategorien und erfahren, welche Wohnungen wo besonders gefragt sind.

Beim Nachdenken über Ihre Zielgruppe sind Sie nicht auf bloßes Spekulieren angewiesen. Im Netz sind zahllose Marktreports frei verfügbar – mit hilfreichen Informationen zu Standorten und Immobilien-Kategorien, wie beispielsweise studentischem Wohnen sowie Fakten zu einzelnen Gruppen.

Die Lage einer Immobilie ist mehrdimensional

Um Ihre Recherche zu strukturieren, können Sie sich an der Unterscheidung zwischen „Mikrolage“ und „Makrolage“ orientieren.

  • Die „Makrolage“ umfasst ein großräumiges Umfeld. Sie betrachtet die wichtigsten Standortfaktoren auf regionaler Ebene.
  • Die „Mikrolage“ ist die nähere Umgebung des Objekts. Sie betrachtet die Infrastruktur und das Ambiente in der Nachbarschaft der Wohnung.

Wie schätze ich eine Makrolage ein?

Bei einer Analyse der Makrolage prüfen Sie, ob ein Standort wirtschafts- und bevölkerungsstark ist, denn das signalisiert eine hohe Nachfrage nach Wohnraum.

Dabei zählt nicht nur der momentane Stand, denn Immobilien sind ein langfristiges Investment. Achten Sie darauf, ob der Standort wächst und sich gut entwickelt. Sind die Prognosen negativ, wird in Zukunft auch tendenziell die Nachfrage nach Mietwohnraum sinken.

Wichtige Faktoren sind:

  • Demografie & Wanderungen: Steigt oder sinkt die Bevölkerung? Wie entwickelt sich das Alterssegment der Bevölkerung, das am ehesten der Zielgruppe entspricht? Entsprechende Informationen finden Sie in Demografieberichten.
  • Beschäftigung: Wie entwickelt sich die Arbeitslosenrate? Diese ist auf der Homepage der lokalen Agentur für Arbeit einsehbar.
  • Einkommenssituation: Wie entwickelt sich die Kaufkraft / das verfügbare Einkommen der Einwohner am Standort? Diese Information finden Sie über eine Google-Suche, beispielsweise in Berichten von Marktforschungsagenturen und Pressemitteilungen der statistischen Landesämter.
  • Wohnungsleerstand: Wie viel Prozent aller Mietwohnungen ist steht leer („Leerstandquote“)? Diese Angabe finden Sie in diversen Immobilien-Marktberichten oder auf Statista
  • Jobchancen: Gibt es namhafte Unternehmen in der Region? Diese Frage lässt sich leicht mit einer Google-Suche beantworten.
  • Verkehrsanbindungen: Wie lange dauert der Weg in die nächste Stadt und zum nächsten Flughafen? Das lässt sich mit Google Maps herausfinden.
  • Immobilienpreise: Wie hoch sind die durchschnittlichen Miet- und Kaufpreise vor Ort und wie entwickeln sie sich? Mit Referenzwerten können Sie überprüfen, ob die Wohnung überhaupt marktgerecht bepreist ist und ob die Mietrenditeprognosen realistisch sind.
Icon

Tipp: Für das Vergleichen von Kauf-und Mietpreisen eignen sich z. B.  Capital-Immobilienkompass. Datenbanken wie jene von Immowelt verraten Ihnen zusätzlich, ob es einen Auf- oder Abwärtstrend gibt.

Wie schätze ich eine Mikrolage ein?

Bei einer Analyse der Mikrolage betrachten Sie die Nachbarschaft des Objekts mit Hinblick auf die Bedürfnisse der Zielgruppe. Google Maps ist eine große Hilfe dabei.

Wichtige Faktoren sind:

  • Störungen: Gibt es Faktoren in der Nähe des Objekts, die die Bewohner irritieren könnten und damit potenziell die Attraktivität des Objekts mindern? Das können beispielsweise eine angrenzende Hauptverkehrsstraße, ein nahegelegener Flughafen, eine Polizeiwache, eine Chemiefabrik oder eine laute Kneipe sein.
  • Freizeitgestaltung: Gibt es Möglichkeiten zum Ausgehen und zur Freizeitbeschäftigung? Je nach Zielgruppe können Bars/Kneipen oder Parks mit Spielplätzen interessanter sein.
  • Nahversorgung: Gibt es Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, wie Supermärkte, Bäckereien und Drogerien?
  • Medizinische Versorgung: Sind eine Hausarztpraxis, eine Zahnarztpraxis und eine Apotheke bequem erreichbar?
  • Bildungseinrichtungen: Familien wünschen sich einen Kindergarten und Schulen, die gut erreichbar sind. Für Studierende dagegen ist die Nähe zu Ihrem Campus wichtig.
  • Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel: Wie lange brauchen die Anwohner zur nächsten Bus- oder Bahnstation? Wie gut ist die Anbindung von dort, ab welcher Uhrzeit fährt nichts mehr?

Über zinsbaustein.de

Die Crowdinvesting-Plattform zinsbaustein.de demokratisiert Investments in Projektentwicklungen, die traditionell professionellen Investoren vorbehalten waren. 

Auf unserer Website haben Sie die Möglichkeit, sich bereits ab 500 € an der Finanzierung von Immobilienprojekten zu beteiligen und dafür 5,25 % Zinsen pro Jahr zu erhalten. Dabei ist Ihr Kapital meist nur 18–30 Monate gebunden.

Einzigartig an zinsbaustein.de ist das strikte Qualitätsversprechen: Wir arbeiten nicht mit Risikoklassen, sondern unterziehen alle Projekte einem umfangreichen Auswahlprozess. Hat ein Projekt keine erstklassigen Erfolgschancen, veröffentlichen wir es nicht auf unserer Plattform.

Zu Zinsbaustein