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Maklerprovision beim Immobilienkauf

Die Maklerprovision zählt zu den Kaufnebenkosten. Wie hoch sie in Deinem Bundesland ist, liest Du hier.

Katharina Wischinski von
Aktualisiert am 06.11.2019
4 Min. Lesezeit
Maklergebühren beim Immobilienkauf Titelbild

Maklerprovision – Was Du wissen musst

Beim Immobilienkauf lassen sich viele Käufer auf der Suche nach der passenden Immobilie von einem Makler unterstützen. War die Immobiliensuche erfolgreich, wird die Maklerprovision fällig. In diesem Artikel erfährst Du,

  • was eine Provision ist
  • wer die Maklergebühren zahlt
  • warum es sich lohnen kann, einen Makler zu engagieren
  • wie hoch die Maklerprovision pro Bundesland ist
  • wann sie fällig wird

Was ist die Maklerprovision?

Die Maklerprovision oder Maklercourtage erhält ein Makler nach erfolgreicher Immobilienvermittlung. Sie wird nicht nach Arbeitsstunden, sondern als Erfolgshonorar in Prozent des vermittelten Objektes bezahlt. Dabei gilt meist ein Provisionssatz von 3,57 bis 7,14 %, je nach Bundesland, der allerdings nicht gesetzlich geregelt ist.

+++ Update zum Bestellerprinzip 2020 +++

Das Bestellerprinzip, nach dem diejenige Person die Provision zahlt, die den Makler beauftragt, gilt momentan nur bei Mietobjekten. Ein ähnliches Gesetz für Kaufimmobilien ist gerade in Planung!

Ab 2020 soll der Verkäufer mindestens die Hälfte der Gebühr bezahlen. So kannst Du beim Hauskauf mehrere tausend Euro sparen!

Wer zahlt die Provision?

Meistens ist die Maklergebühr teils vom Käufer und teils vom Verkäufer zu zahlen; in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen dagegen muss der Käufer die Kosten allein begleichen.

Warum überhaupt einen Makler engagieren?

Ein guter Makler bietet Dir folgende Vorteile:

  • Objekte finden, die noch gar nicht veröffentlicht sind
  • schneller zur passenden Immobilie kommen
  • Du erhältst nur seriöse Angebote
  • Makler haben Erfahrung im Umgang mit Verkäufern
  • Zeit- und Aufwandsersparnis,  da u.a. Eigenrecherche entfällt

Wie hoch ist die Maklercourtage?

Die Bezahlung des Maklers geschieht als Provision in Prozent des Verkaufspreises. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  1. Verkäufer- bzw. Innenprovision, die der Verkäufer bezahlt
  2. Käufer- bzw. Außenprovision, die vom Käufer bezahlt wird

Die Maklerprovision beim Immobilienkauf orientiert sich an den in den Bundesländern üblichen Werten, sie ist jedoch nicht gesetzlich festgelegt. Alle Maklergebühren inklusive Mehrwertsteuer findest Du hier:

Grafik für Maklerkosten in Deutschland

Baden-Württemberg: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Bayern: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Berlin: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 0 %

Anteil Käufer: 7,14 %

Brandenburg: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 0 %

Anteil Käufer: 7,14 %

Bremen: 5.95 %

Maklerprovision: 5,95 %

Anteil Verkäufer: 0 %

Anteil Käufer: 5,95 %

Hamburg: 6,25 %

Maklerprovision: 6,25 %

Anteil Verkäufer: 0 %

Anteil Käufer: 6,25 %

Hessen 5,95 %

Maklerprovision: 5,95 %

Anteil Verkäufer: 0 %

Anteil Käufer: 5,95 %

Mecklenburg-Vorpommern: 5,95 %

Maklerprovision: 5,95 %

Anteil Verkäufer: 2,38 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Niedersachsen Region A: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Niedersachsen Region B: 4,76–5,95 %

Maklerprovision: 4,76–5,95 %

Anteil Verkäufer: 0 %

Anteil Käufer: 4,76–5,95 %

Nordrhein-Westfalen: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Rheinland-Pfalz: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Saarland: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Sachsen: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Sachsen-Anhalt: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Schleswig-Holstein: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Thüringen: 7,14 %

Maklerprovision: 7,14%

Anteil Verkäufer: 3,57 %

Anteil Käufer: 3,57 %

Hier gibt es Ausnahmen:

  • Niedersachsen: Hier werden regional unterschiedliche Courtagen und Prozentsätze verlangt. Gilt der niedrigere Satz von 4,76 bis 5,95 %, zahlt der Käufer diesen für gewöhnlich allein. Bei 7,14 % teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklerkosten.
  • Münster (NRW): Die Käuferprovision beträgt statt 3,57 % bis zu 4,75 %.
  • Kreis Mainz-Bingen (Rheinland-Pfalz): Hier liegt sie bei maximal 5,95 % statt 3,57 %
  • Im Westthüringer Gebiet um Eisenach, Mühlhausen und Gotha zahlst Du statt 3,57 % bis zu 5,95 %.
NIST Info Icon
In den Bundesländern, in denen sich Käufer & Verkäufer die Maklergebühr teilen, kannst Du eventuell den Prozentsatz mit dem Verkäufer verhandeln und damit bei den Kaufnebenkosten sparen!

Wann wird die Provision fällig?

Meist wird die Maklerprovision mit Abschluss des Kaufvertrages fällig, also wenn der Makler seine Arbeit erfolgreich beendet hat. Dies wird im Maklervertrag so festgelegt. In der Regel stellt dieser Dir umgehend eine Rechnung für seine Dienste aus, die dann innerhalb von einer bis zwei Wochen zu zahlen ist.

Das kann auch bedeuten, dass die Courtage bezahlt werden muss, noch bevor Du Deine Darlehenssumme von der Bank erhalten hast!

Um finanzielle Engpässe zu vermeiden, ist es deshalb klug, die anfallenden Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Makler- und Notarkosten) über angespartes Eigenkapital zu zahlen. Mehr Informationen zum Thema findest Du hier!

Maklergebühren sind nicht die einzigen Nebenkosten

Welche weiteren Nebenkosten Du beim Hauskauf einkalkulieren musst, zeigt Dir unser Rechner:

Katharina Wischinski
Katharina WischinskiFinanzierungsexpertin
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