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Sollzinsbindung – Welcher Zeitraum ist der richtige?

Die Zinsbindung bestimmt, für welchen Zeitraum Sie einen festgelegten Zins für Ihr Immobiliendarlehen erhalten.

von 3 Min. Lesezeit, 6.09.2018
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Die Zinsbindung ist zentraler Baustein einer Baufinanzierung

Möchten Sie für die Finanzierung Ihres zukünftigen Zuhauses ein Darlehen aufnehmen, stoßen Sie früher oder später auf den Begriff Sollzinsbindung oder kurz Zinsbindung. Die Zinsbindung bestimmt, für welchen Zeitraum Sie einen festgelegten Zins für Ihr Immobiliendarlehen erhalten und sichert Ihnen damit Planungssicherheit für die Zukunft und Schutz vor Schwankungen auf dem Finanzmarkt.

Die Bindung kann bei den meisten Kreditgebern zwischen 1 und 30 Jahre betragen, je nach Ihren Vorlieben und Ihrer Einschätzung der Zinsentwicklung.

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INFO: Momentan wird durch die historisch niedrigen Bauzinsen empfohlen, die Zinsen länger festzuschreiben, um auch bei Änderungen auf dem Kreditmarkt gleichbleibende Raten zu günstigen Zinsen zu behalten.

Wie funktioniert eine Zinsbindung?

Die Zinsbindung wird bei Abschluss eines Immobilienkredits von Ihnen gewählt. Meistens liegt sie zwischen 10 und 20 Jahren, zu zinsgünstigen Zeiten auch länger. Aber Achtung: Der Zinssatz steigt mit wachsender Zinsbindung!

Beispiel: Wenn eine Bank mit 1,5 % für 5 Jahre Zinsbindung wirbt, heißt das nicht, dass Sie denselben Zinssatz auch bei 10 oder 15 Jahren erhalten. Pro Jahr kommt auf den Zinssatz ein kleiner Aufschlag von etwa 0,05 % hinzu! Je länger der Zins gilt, desto höher wird er folglich.

Zahlen Sie Ihr Darlehen bis zum Ende der Zinsbindungsfrist nicht komplett ab, behalten Sie eine sogenannte Restschuld, die Sie mit einer Anschlussfinanzierung tilgen müssen.

Hier können Sie mehr über Anschlussfinanzierungen lesen.

Lange Sollzinsbindung – Was spricht dafür und was dagegen?

Eine längere Zinsbindung bietet Ihnen auch auf lange Sicht eine große Planungssicherheit und gleich bleibende Monatsraten. Damit wird das Leben als Finanzierende leicht und vorhersehbar und Kapriolen auf dem Zinsmarkt bereiten Ihnen lange Zeit keine Kopfschmerzen. Ihre Restschuld fällt ebenfalls länger aus, eventuell können Sie Ihr Darlehen sogar ganz abbezahlen, ohne eine Anschlussfinanzierung abschließen zu müssen. Dafür haben Sie kaum Möglichkeiten, von fallenden Zinsen auf dem Markt zu profitieren und Ihr Zins fällt höher aus als bei kürzeren Zinsbindungen. Das schlägt sich auch auf die monatliche Rate nieder.

Lange Sollzinsbindung (über 10 Jahre)

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TIPP: Unter Umständen haben Sie die Möglichkeit, nach 10 Jahren Laufzeit aus Ihrem Darlehen auszusteigen, auch wenn die Zinsbindung länger besteht. Das hat das BGB entschieden. Solange Sie eine 6-monatige Kündigungsfrist einhalten, hat die Bank dann kein Recht, eine Entschädigung von Ihnen zu fordern.

Kurze Sollzinsbindung – Vor- und Nachteile

Eine kurze Zinsbindung gibt Ihnen die Möglichkeit, zu erstklassigen Zinsen und einer einmalig günstigen Rate Ihr Darlehen abzuzahlen. Zudem bekommen Sie schnell wieder Zugang zum Markt und zu gefallenen Zinsen, die Ihre Monatsrate noch weiter verkleinern können.

Auf der anderen Seite droht jedoch die Gefahr einer starken Verteuerung Ihres Darlehens, wenn die Zinsen steigen: Nach Ende der Frist müssen Sie sich in jedem Falle mit den Gegebenheiten arrangieren und mitunter viel höhere Raten in Kauf nehmen. Zudem müssen Sie mehrmals neue Darlehen aushandeln und sich verhältnismäßig viel um Ihre Baufinanzierung kümmern, da nach Zinsbindungsende Restschulden verbleiben.

Kurze Sollzinsbindung (unter 10 Jahre)

Wofür Sie sich letztendlich entscheiden, ist sowohl abhängig von Ihrem persönlichen Gefühl für Sicherheit und Kontrolle und davon, wie Sie die kommenden Jahre bezüglich der Zinsentwicklung einschätzen. Unsere Beraterinnen und Berater von NIST geben Ihnen gern Tipps bei der Wahl der richtigen Sollzinsbindung.

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