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Sollzinsbindung – Welcher Zeitraum ist der richtige?

Die Sollzinsbindung ist der Zeitraum, für den Du Deinen Zinssatz festlegst. Finde hier Deine ideale Zinsbindung!

Thorsten Fischer-Meybohm von
Aktualisiert am 07.11.2019
3 Min. Lesezeit
Titelbild für den Artikel "Sollzinsbindung – Welcher Zeitraum ist der richtige?"

Die Sollzinsbindung ist zentraler Baustein einer Baufinanzierung

Möchtest Du für die Finanzierung Deines zukünftigen Zuhauses ein Darlehen aufnehmen, triffst Du früher oder später auf den Begriff Sollzinsbindung oder Zinsbindung. Die Sollzinsbindung bestimmt, für welchen Zeitraum Du einen festgelegten Zins für Dein Immobiliendarlehen erhältst, und gibt Dir damit Planungssicherheit für die Zukunft und Schutz vor Schwankungen auf dem Finanzmarkt.

Die Zinsbindung kann bei den meisten Kreditgebern flexibel zwischen 1 und 30 Jahren gewählt werden, je nach Deinen Vorlieben und Deiner Einschätzung der Zinsentwicklung.

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Die Bauzinsen sind so niedrig wie noch nie. Lass Dir eine lange Sollzinsbindung festlegen, um Dir auch bei Änderungen auf dem Kreditmarkt gleichbleibende Raten zu günstigen Zinsen zu sichern!

Wie funktioniert eine Sollzinsbindung?

Die Zinsbindung wird bei Abschluss eines Hauskredits von Dir gewählt. Meistens liegt sie bei 10 bis 20 Jahren, zu zinsgünstigen Zeiten auch länger. Aber Achtung: Für eine längere Zinsbindung nimmt die Bank einen leichten Zinsaufschlag!

Ein Beispiel:

Wenn eine Bank mit 1,5 % für 5 Jahre Zinsbindung wirbt, heißt das nicht, dass Du denselben Zinssatz auch bei 10 oder 15 Jahren Zinsbindung erhältst. Pro Jahr kommt auf den Zinssatz ein kleiner Aufschlag von etwa 0,05 % hinzu! Je länger der Zins gilt, desto höher wird er.

Zahlst Du Dein  Darlehen bis zum Ende der Zinsbindungsfrist nicht komplett ab, behältst Du eine sogenannte Restschuld, die Du mit einer Anschlussfinanzierung tilgen musst.

Lange Sollzinsbindung – Was spricht dafür und was dagegen?

Eine längere Zinsbindung bietet Dir auch auf lange Sicht eine große Planungssicherheit und gleich bleibende Monatsraten. Damit wird das Leben als Finanzierender leicht und vorhersehbar und Kapriolen auf dem Zinsmarkt bereiten Dir lange Zeit keine Kopfschmerzen. Deine Restschuld ist kleiner, eventuell könntest Du Dein Darlehen sogar ganz abbezahlen, ohne eine Anschlussfinanzierung abschließen zu müssen. Dafür hast Du kaum Möglichkeiten, von fallenden Zinsen auf dem Markt zu profitieren und Dein Zins fällt höher aus als bei kürzeren Zinsbindungen. Das spiegelt sich in den monatlichen Raten.

Lange Sollzinsbindung (über 10 Jahre)

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Unter Umständen hast Du die Möglichkeit, nach 10 Jahren Laufzeit aus Deinem Darlehen auszusteigen, auch wenn die Zinsbindung länger besteht. Das hat das BGB entschieden.

Kurze Sollzinsbindung – Vor- und Nachteile

Mit einer kurze Zinsbindung kannst du zu erstklassigen Zinsen und einer einmalig günstigen Rate Dein Darlehen abbezahlen. Zudem bekommst Du schnell wieder Zugang zum Markt und zu gefallenen Zinsen, die Deine Monatsrate weiter verkleinern können.

Auf der anderen Seite droht jedoch das Risiko einer starken Verteuerung Deines Darlehens, wenn die Zinsen steigen: Nach Ende der Frist musst Du Dich in jedem Falle mit den Gegebenheiten arrangieren und mitunter viel höhere Raten in Kauf nehmen. Zudem musst Du mehrmals neue Darlehen aushandeln und Dich verhältnismäßig viel um Deine Baufinanzierung kümmern, da nach Ende der Zinsbindungs Restschulden verbleiben.

Kurze Sollzinsbindung (unter 10 Jahre)

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Hier liest Du, von welchen Faktoren Dein Zinssatz abhängt!

Wofür Du Dich letztendlich entscheidest, ist sowohl abhängig von Deinem persönlichen Gefühl für Sicherheit und Kontrolle und davon, wie Du die kommenden Jahre bezüglich der Zinsentwicklung einschätzt. Lass Dich jetzt unverbindlich von unseren Expertinnen und Experten beraten!

Thorsten Fischer-Meybohm
Thorsten ­Fischer-MeybohmFinanzierungsexperte
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Ich bin seit 30 Jahren Bankbetriebswirt und habe über 3.000 Familien ins Eigenheim begleitet.
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