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Immobilienpreise in Deutschland – Wo Immobilien noch günstig sind

Wie ist die aktuelle Immobilienpreisentwicklung auf dem deutschen Markt und wo ist Wohnen noch günstig?

Katharina Wischinski von
Aktualisiert am 20.08.2019
5 Min. Lesezeit
Titelbild für den Artikel "Immobilienpreise in Deutschland – Wo Immobilien noch günstig sind"

Wohnraum in Deutschland bleibt beliebt

Wohneigentum ist gefragt in Deutschland. 76 % der Deutschen träumen vom eigenen Zuhause, hat die Studie “Wohnträume 2018” ergeben. Der Ansturm auf den Immobilienmarkt findet nach wie vor keinen Halt und stellt Käufer gerade in Großstädten vor Herausforderungen beim Hauskauf. Gleichzeitig sind die Darlehenszinsen niedrig wie nie.

Was Du bei der aktuellen Immobilienpreisentwicklung auf dem deutschen Markt beachten solltest und wo Du noch günstig in die eigenen vier Wände kommst, erklären wir hier.

Deutsche Großstädte: Immobilienpreise steigen rasant

Die Entwicklung der letzten Jahre macht vor allem eines deutlich: auf ein Zuhause zum Spottpreis kann man in den großen deutschen Städten schon lange nicht mehr spekulieren. In allen Städten mit über 500.000 Einwohnern ist der Kaufpreis für Immobilien gestiegen, allen voran in den Metropolen wie München und Berlin.

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Die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen in München kletterten zwischen 2016 und 2017 um 13,8 %, in Berlin sogar um 20,5 %!

Das hat die “Global Residential Cities Index“ Studie des Beratungsunternehmens Knight Frank ergeben, weltweit absolute Spitzenwerte. Nicht selten zahlen Käufer hier Quadratmeterpreise von 3.500 € bis weit über 8.000 €.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis

Zudem ist die Nachfrage nach Wohnraum noch immer weit höher als das Angebot an Neubauprojekten und Bestandsimmobilien. Auf eine Immobilie kommen dutzende, wenn nicht hunderte Interessenten. In Städten, die noch vor wenigen Jahren vergleichsweise günstigen Wohnraum boten, ist die Preissteigerung besonders stark zu spüren. Das gilt insbesondere für ostdeutsche Großstädte wie Dresden und Leipzig.

Eine ähnlicher Trend zeigt sich auch bei den Mietpreisen in denselben Gebieten, diese stiegen in vergleichbarem Maße wie die Eigentumspreise. Wohnen in deutschen Metropolen ist also generell noch teurer geworden und eine Entspannung der Lage ist laut Experten erst einmal nicht in Sicht.

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Möchtest Du in Großstadtlage kaufen, bevor die Immobilienpreise weiter anziehen, solltest Du Zeit und Geld mitbringen und auch über einen Makler nachdenken.

Immobilienpreise auf dem Land: Lage bleibt entspannt

Wenngleich sich die Immobilien im deutschlandweiten Trend verteuern, so ist Wohnraum in ländlichen Gebieten weiterhin fast überall günstiger als in Stadtlage. Hier sind die Preise seit Jahren auf gleichem Niveau oder sogar im Begriff, leicht zu fallen. Wenn man irgendwo noch ein Schnäppchen machen kann, dann hier.

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In den neuen Bundesländern ist der Quadratmeterpreis um ein vielfaches günstiger als der in großen Städten, Baugrund kann ebenfalls leichter gefunden werden.

Ein paar wenige Ausnahmen gibt es in Gegenden wie dem Bremer Umland und in Teilen Süddeutschlands, wo es auch auf dem Land eine starke Nachfrage nach Baugrund sowie Bestandsimmobilien gibt. In den neuen Bundesländern hingegen wird es mit wachsender Entfernung zu Großstädten wie Berlin, Leipzig oder Dresden preiswerter.

Für den günstigen Wohnraum bezahlt man allerdings unter Umständen an anderer Stelle drauf: Die Arbeitswege sind länger, ein Auto wird vielleicht nötig, an strukturschwachen Orten liegen die Nebenkosten wie Strom und Wasser höher, da weniger Menschen die Instandhaltungskosten tragen müssen. Hinzu kommt oft eine schlechtere Infrastruktur, etwa mit Ärzten und Schulen. Dagegen sind die restlichen Lebenshaltungskosten wie Kultur und Gastronomie weitgehend günstiger.

Wer raus auf’s Land ziehen möchte, sollte Mehrkosten für den persönlichen Transport im Alltag mit einberechnen. Besteht dagegen eine gute Anbindung, etwa an Autobahnen, ist das Landleben eine echte Alternative zu den horrenden Preisen in der Stadt.

Der Speckgürtel – ein beliebter Kompromiss

Durch die explodierenden Preise in deutschen Großstädten boomt auch deren Umland. Sowohl durch Menschen, die aus beengten und teuren Stadtwohnungen flüchten und das Weite in den Vororten suchen, als auch durch Zugezogene von außerhalb erleben weite Gebiete rund um Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt starken Zulauf.

Dort sind die Bewohner laut der Interhyp “Wohntraumstudie 2018” deutschlandweit am zufriedensten, denn die Vororte vereinen die Vorteile des Stadt- und Landlebens:

  • Wohneigentum ist in den meisten Fällen günstiger und auch größer als in der Stadt und zudem besser ausgestattet.
  • Gleichzeitig ist die Nähe zur Natur mehr gegeben, was besonders Familien mit Kindern und Fans vom Waldbaden freut.
  • Die Anbindung an die Stadt ist dennoch sehr gut und die Fahrwege sind kurz.
  • Hinzu kommt außerdem ein größeres Angebot an Wohnraum als in den überfüllten Städten selbst, sodass man hier einen leichteren Zugang zum Immobilienmarkt hat.

Die Vorzüge des Vorstadt-Lebens erkennen immer mehr Menschen, weswegen es hier zuletzt zu starken Preissteigerungen gekommen ist, die laut Prognosen weiter anhalten sollen. Dennoch ist Wohnraum hier leichter und günstiger verfügbar als in der Innenstadt und zudem eine gute Anlage, denn die Preise sollen stabil bleiben oder sogar steigen. Das ist auch ideal, wenn du eine Immobilie zur Vermietung kaufen möchest!

Wo Immobilien noch günstig sind: Klein- und Mittelstädte

Als Geheimtipp entpuppen sich gerade viele der eher kleinen bis mittelgroßen deutschen Städte. Abseits von Metropolen und Dörfern entwickeln sich die Preise für Wohneigentum in Städten wie Rosenheim, Konstanz, Fulda, Münster, Mannheim und Trier ebenfalls nach oben, allerdings meist gemäßigter als in den Großstädten.

Wohnraum ist in vielen mittelgroßen Städten in Deutschland begehrt, aber preiswerter und leichter verfügbar als in den Ballungszentren. Hier finden Eigenheimkäufer ein reges Stadtleben mit guter Infrastruktur, Kulturangeboten und einem grünen Umland zu erschwinglichen Preisen und noch ohne Massenbesichtigungen.

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Immobilien nehmen hier in den kommenden Jahren nach Prognosen der Postbank weiter an Wert zu, sodass sich ein Kauf – gerade zu den jetzigen Niedrigzinsen – besonders lohnt.

Wo soll mein zukünftiges Zuhause sein?

Unabhängig davon, wie die Entwicklung der Immobilienpreise in den verschiedenen Gebieten gerade aussieht: Die Wohngegend muss zu Dir passen, nicht umgekehrt. Eine Familie mit Schulkindern wird ein günstiges und geräumiges Einfamilienhaus mit einem großen Garten kaum zufriedenstellen, wenn die nächste gute Schule eine Autostunde entfernt liegt und es keine guten Busverbindungen gibt.

Ebensowenig hast Du von einer tollen Dachgeschosswohnung in belebter Innenstadtlage, wenn Dir eigentlich ein eigener Garten und abendliche Ruhe viel wichtiger sind als die Bars um die Ecke.

Versuch, so wenige Kompromisse wie nötig einzugehen was die Lage Deines Eigenheims angeht. Auch wenn der Wohnungsmarkt umkämpft und Deine Suche langwierig ist: Unterschreibst Du den Kaufvertrag für eine Immobilie, unterschreibst Du auch für deren Umgebung.

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